Unfassbarer Sieg beim Ironman 70.3 Mallorca

Einige Tage nach meinem Sieg beim Ironman 70.3 Mallorca kann ich endlich begreifen, was mir an diesem Tag gelungen ist. Meine Freudentränen, die mir direkt nach dem Zieleinlauf die Wangen hinunter gelaufen sind, steigen mir immer wieder auf, sobald ich nur an das Rennen und das tolle Ergebnis denke. Es war ein harter und spannender Wettkampftag, den ich gerne Revue passieren lasse:

Es war wirklich ein sensationeller Erfolg, der mir beim 70.3 Ironman Mallorca geglückt ist. Bei meinem ersten Halfironmansieg auf internationaler Ebene verbesserte ich auch gleich den Streckenrekord um mehr als 9 Minuten.

Der Rennverlauf war von höchster Spannung getragen. Ich stieg nach 1,9 km als Siebente aus dem Wasser und startete auf dem Rad sofort meine Verfolgungsjagd. Bereits bei KM 30 erreichte ich die Spitze und kam nach 90,1 Km als Erste mit der bis dahin als stärker eingestuften Y. van Vlerken zum 2. Wechsel. Der Laufsplit über die Halbmarathondistanz gestaltete sich als dramatischer Zweikampf. Van Vlerken führte zunächst um 40 sec, doch dann kam ich mit jedem Schritt näher an sie heran, konnte in der 2. Runde zu ihr aufschließen und an ihr vorbeigehen. Nachdem ich mich an die Spitze gesetzt hatte, baute ich meinen Vorsprung sukzessive aus und distanzierte Van Vlerken schließlich um nahezu 3 Minuten.
Besonders gefreut hat mich, dass ich mich - wie bereits bei meinem 2. Platz beim 70.3 Ironman Miami - erneut läuferisch enorm stark präsentieren konnte (ich erzielte die schnellste Laufzeit) und mein Sieg nicht alleine in meiner bekannten Radstärke verankert war.

Bitte Daumen drücken!
Lisa

 

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Sprinttriathlon Großsteinbach

Für meinen Saisonauftakt und eine erste Standortbestimmung wählte ich den vom mehrfachen Staatsmeister Andi Fuchs perfekt organisierten Sprinttriathlon im steirischen Großsteinbach - und es hätte besser nicht laufen können! Der erste Split verlief zufriedenstellend, und am Rad gelang es mir, meine Stärke unter Beweis zu stellen. Deutlich verbessert konnte ich mich auf der Laufstrecke behaupten. Nur sieben Männern gelang es, schneller zu sein. Mit großem Vorsprung auf die Vorjahressiegerin feierte ich - begleitet von meinem 26 Monate alten Sohn - einen unangefochtenen Sieg. Alles in allem war es eine geglückte Vorbereitung auf das schwere Rennen über die 70.3 Ironman-Distanz, das ich am kommenden Samstag in Mallorca bestreiten werde.

Ab in die Saison!

Pünktlich zum Start in die neue Saison melde ich mich hier mal wieder bei Euch. 
Was steht am Programm? 

Am Samstag, dem 4. Mai, werde ich die Saison mit dem Sprint-Triathlon in Großsteinbach (Steiermark) eröffnen. Mitte nächster Woche geht es für mich dann ab nach Mallorca, wo ich am 11.5. beim Ironman 70.3 starten werde - eine gute Formüberprüfung nach den vielen Trainingsmonaten zu Hause.  2 Wochen später steht der Ironman 70.3 St. Pölten am Plan. Der Wettkampf stellt für mich etwas Besonderes dar, da es sich um ein Heimrennen handelt. Im 2-Wochen-Rhythmus geht's dann weiter: Am 9. Juni ist ein Triathlon in Zagreb geplant. 

Ich freue mich auf die ersten Rennen und dass es endlich losgeht. Wenn die Ergebnisse einem dann auch noch eine positive Rückmeldung geben, wäre es umso erfreulicher. Drückt mir die Daumen und bis bald!

Lisa

Danke an alle, die an mich geglaubt haben!

Am Ende meines Comeback-Jahres kann ich zufrieden Bilanz ziehen:

  • 14 Monate, nachdem mein Sohn Nico auf die Welt gekommen war (28. Februar 2011), meldete ich mich am 29. April mit Platz 2 beim TriStar 111 in Cannes (1 km Schwimmen – 100 km Rad – 10 km Laufen) in der internationalen Triathlon-Szene zurück.
  • Im Juni wurde ich zum zweiten Mal nach 2007 Staatsmeisterin über die Olympische Distanz
  • Ich feierte Siege auf drei Stationen der TriStar-111-Serie: in Monte Carlo, Estland und Österreich (Kufstein).
  • Bei meinem Debüt auf der Ironman-70.3-Serie (1,9 km Schwimmen – 90 km Rad – 21,1 km Laufen) belegte ich in Aix en Provence auf Anhieb Platz 5. Bei meiner zweiten Teilnahme in Miami (Florida) wurde ich als Zweite nur von der aktuellen Ironman-Weltmeisterin Leanda Cave (GBR) besiegt.

Danke an alle, die an mich geglaubt haben! Erst durch Eure Unterstützung wurde dieses Comeback möglich. In diesem Jahr wurde mir wieder bewusst, wie sehr mir dieses konsequente Hinarbeiten auf ein konkretes Ziel abgegangen ist. Ein Schlüssel zu den Erfolgen über die für mich bisher ungewohnten längeren Distanzen war eine umfangreiche Ernährungs-Umstellung. Bisher war mir nicht bewusst, was für ein Riesenpotenzial darin liegt.

Nach dem erfolgreichen Comeback weiß ich jedenfalls, dass ich mich mit konsequenter Vorbereitung über die Wintermonate weiter steigern kann. Am 26. Mai 2013 werde ich beim Ironman-70.3  in St.Pölten (Österreich) in die Saison starten. Außerdem werde ich meinen ersten klassischen Ironman (3,8 km Schwimmen – 180 km Rad – 42,195 km Laufen) in Angriff nehmen. Mein Saisonhöhepunkt wird die Ironman-70.3 (Halb-Ironman)-WM am 9. September 2013 in Henderson (Nevada, USA) sein.

Bis dahin drückt mir bitte die Daumen!

lisa-unterschrift

Ironman 70.3 Miami: Nur die Doppelweltmeisterin war schneller!

Am letzten Sonntag war es schließlich soweit: Ich bestritt mein schwerstes Rennen der heurigen Saison, den Halfironman in Miami. Die Tage davor waren geprägt von der Sorge wegen Hurrikan Sandy. Starke Winde und ein aufgewühltes, tobendes Meer bereiteten Veranstaltern und AthletInnen einiges Kopfzerbrechen. Doch am Tag vor dem Rennen entschied sich Sandy weiter Richtung Ostküste zu ziehen und erst rund um New York für Verwüstungen zu sorgen. Damit konnte der Bewerb wie geplant durchgeführt werden.

Am Wettkampftag waren die Bedingungen schließlich perfekt. Geschwommen wurde in der ruhigen "Biscayne Bay" mit Neopren, was aber eine ziemlich "heiße" Angelegenheit war. Der Start der PRO-Damen erfolgte einige Minuten nach den Herren. Leider konnte ich das Tempo der anderen schnellen Damen nicht mitgehen und war nach ein paar 100 Metern alleine.
Somit startete ich wieder meine altbekannte Aufholjagd am Rad. Ich fühlte mich super und hatte bei KM 45 (Wendepunkt) alle Damen überholt, bis auf die amtierende 2-fache Weltmeisterin Leanda Cave. Ich kam als Gesamtzweite zum 2. Wechsel und startete meinen Halbmarathon mit recht schweren Beinen. Diese 90 km am Rad waren eindeutig härter als meine anderen heurigen Bikesplits. Denn auf einer bergigen Strecke kann man sich bergab immer wieder erholen, doch das ging diesmal eben nicht. Auf einer flachen Strecke wie dieser heißt es "drücken - drücken - drücken" und es gibt keinen Meter Erholung.

Im ersten Drittel der Laufstrecke wurde ich daraufhin von der 3. Dame (Shapiro) überholt, und auch die 4. Dame (Lisa Mensink) lag nicht weit hinter mir zurück. Es war also ein Rennen um Platz 2 bis 4. Zeitweise befüchtete ich schon, ich müsste mich mit dem 4. Platz abfinden. Doch Cola verlieh mir Flügel, und ich fühlte mich plötzlich, als könnte ich wie eine Maschine laufen. Und so konnte ich am 4. und letzten Anstieg über eine Brücke die bis dahin an zweiter Stelle platzierte Dame wieder zurücküberholen und sogar noch einen Vorsprung von einer Minute herauslaufen. Damit erzielte ich die drittbeste Laufzeit des Damenfeldes.

Überglücklich kam ich als 2. Dame bei einem Ironman 70.3.-Bewerb ins Ziel. Ich darf mich in der Siegerliste hinter Doppel-Weltmeisterin Leanda Cave einreihen, worauf ich sehr stolz bin. Noch dazu war mein Abstand nicht allzu groß.

Das Rennen war mit Abstand das härteste im Vergleich zu allen anderen in dieser Saison. Ich habe gekämpft und Schmerzen ertragen, dass mir die Tränen in den Augen standen. Dass ich einen super Halbmarathon hinlegte, gibt mir sehr viel Selbstvertrauen und Kraft für die nächsten Rennen und noch mehr Motivation, weiter an mir zu arbeiten. 

Alles Liebe aus Florida!

Lisa

Results: http://www.ironman.com/triathlon/events/ironman-70.3/miami/results.aspx#axzz2AsofeKi5 

ÖSTM: Staatsmeisterin 2012

Am bisher heißesten Tag fanden am 16. Juni die Österreichischen Staatsmeistschaften über die olympische Distanz (1,5 km Schwimmen/40 km Radfahren/10 km Laufen) statt. Austragungsort war wieder - wie auch bei meinen letzten Staatsmeisterschaften - die Donauinsel in Wien. Ich hatte mich erst in dieser Woche definitiv entschlossen, an den Start zu gehen, und freute mich darauf, mich mit anderen bekannten österreichischen Triathletinnen zu messen, die ebenfalls genannt hatten, dann aber doch auf einen Start verzichteten. Etliche Freunde begleiteten mich zum Rennen und feuerten mich kräftig an; auch mein Sohn Nico war vor Ort.

Der Schwimmsplit erfolgte in der Neuen Donau mit Neporen. Ich kam gut vom Start weg und konnte ohne extreme Anstrengung vorne mit 3 anderen Mädeln mitschwimmen. Und dann ging`s aufs Rad. Die ersten beiden von insgesamt sieben Runden fuhr ich abwartend locker mit den anderen mit. Am Beginn der 3. Runde erhöhte ich das Tempo - und war plötzlich alleine. Von Runde zu Runde konnte ich mehr und mehr Vorsprung herausfahren und kam mit 2:27 Minuten Vorsprung zum 2. Wechsel zum abschließenden 10-km-Lauf. Mittlerweile war es sehr heiß geworden, doch ich liebe die Sonne und kam mit der Hitze recht gut zurecht. Es gelang mir gut, den Vorsprung zu halten - wie man auf einer Wendestrecke gut abschätzen kann - und somit war es nicht nötig, ans Limit zu gehen. Ich genoss den Zieleinlauf - gerne hätte ich diesen gemeinsam mit Nico erlebt, doch er schlief trotz lauter Musik und anfeuernder Zuseher tief und fest in seinem Buggy. Doch später konnte ich gemeinsam mit meinem Kleinen auf das Siegertreppchen steigen und meinen ersten Staatsmeistertitel in meinem neuen Leben und in meiner neuen sportlichen Ära entgegen nehmen.

Vielen Dank für die großartige Unterstützung!

Ergebnisse: http://results1.pentek-timing.at/results/show_results_db.php?veranstnr=11747&racenr=9

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